Grüne Aussichten für Barkenberg

Wohnumfeldverbesserung wird durch Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose ergänzt


Wohnen gehört zu den elementaren Bedürfnissen des Menschen. Die Umgebung der Wohnung - ihr Wohnumfeld - ist ebenso entscheidend für den Wohnwert wie die Wohnung selbst. Der Stadtumbau in Barkenberg beschränkt sich daher nicht nur auf den Abbruch, den Rückbau und die Moderni-sierung von Gebäuden. Maßgebliche Bedeutung kommt auch der Steigerung des Wohnwertes durch die Verbesserung des Wohnumfeldes zu.

Anfang 2010 wurde mit der Neugestaltung der zentralen Nord-Süd-Hauptwegeachse im Kern des Stadtumbaugebietes die erste Wohnumfeldverbesserungsmaßnahme (WUV-Maßnahme) abgeschlossen. Die südliche Weiterführung bis zur Straße Himmelsberg ist für 2012 vorgesehen. Weiterhin wurde 2010 der Stadtplatz am Surick völlig neu gestaltet.
Kernmaßnahme der WUV ist die im Jahr 2011 durchgeführte bauliche Aufwertung des zentralen Nahversorgungsbereichs der Ladenzeile Dimker Allee / Himmelsberg mit neuer Platzgestaltung am Wets- und einem be-hindertengerechten Übergang zum Handwerkshof am Ostende. Im Übergang zum Handwerkshof konzipierten und realisierten engagierte Bürger unter Anleitung eines Steinmetzes eine Steinskulptur. Dieses Kunstwerk markiert den gegenpol zur am anderen Ende der Ladenzeile errichteten "Stele der Erinnerung", 2008 entstanden als Jugendprojekt auf Initiative des damaligen Streetworkers Pater Pauly (Jugendklster Kirchhellen). Die mittig der Laden-zeile zwischen beiden Kunstwerken verlaufende Entwässerungsrinne wurde auf Anregung von Bürgern mit historischen Daten aus der Entwicklungsgeschichte der "Neuen Stadt" / Barkenbergs versehen.

Bis 2012 wird die Umgestaltung und Aufwertung aller hierfür vorgesehenen Fuß- und Radwegeverbindungen im Umfeld der abgebrochenen bzw. zurück gebauten Wohngebäude beendet sein.

Als von mehreren den Stadtumbau Barkenberg abschließend bis 2013 abrundenden WUV-Maßnahmen ist darüber hinaus beabsichtigt, 2012 die Freifläche südlich des 2007 abge-brochenen Kindergartens Himmelsberg zu einer Spiel- und Freizeitwiese neu zu gestalten. Diese Umgestaltung steht in enger Verbindung mit der baulichen Aufwertung öffentlicher und privater Flächen im Umfeld der Wohngebäude Himmelsberg 19 - 31, einst zum Abbruch vorgesehen, dann mit einer Investition des Gebäudeeigentümers LEG in Höhe von 1,4 Millionen Euro instandgesetzt und zur Neuvermietung vorgesehen.

Die Wettbewerbsidee, den 2008 im Zuge des Abbruchs der Fußgängerbrücke Dimker Allee bewusst verbliebenen mittleren Brückenpfeiler mittels LED-Beleuchtung „in Szene zu setzen“, ist bereits realisiert.

Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen

Sowohl die Gestaltung des Surick-Platzes als auch die Umgestaltung von Wegeflächen erfolgte unter Einbeziehung von Langzeitarbeitslosen im Zuge von Qualifizierungsmaßnahmen.

Bereits 2007 während des Gebäudeabbruchs unterstützte die gemeinnützige Beschäftigungs-gesellschaft Dorstener Arbeit gGmbH zusammen mit der Stadt Dorsten und der Vestischen Arbeit (Arge) - ab 2012 "Jobcenter" - den Stadtumbauprozess. 30 Langzeit-arbeitslose erhielten über neun Monate im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme die Möglichkeit, mit zusätzlichen - und damit im öffentlichen Interesse liegenden - Arbeiten in der Wohnumfeldverbesserung wieder in den 1. Arbeitsmarkt integriert zu werden. Das Besondere der Maßnahme lag darin, dass alle Teilnehmer sozialversichert und tarifrechtlich entlohnt wurden. In den Folgejahren 2008 und 2009 konnten weitere Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Schließlich seien noch die Grünpflegepatenschaften erwähnt, die engagierte Anwohner im Umfeld des Robinsonparks mit der Stadt geschlossen haben. Diese ehrenamtlich über-nommenen Patenschaften für öffentliche Grünflächen sollen 2012 intensiviert werden.

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